Kapitaler Motorschaden

Brandgefahr: Volvo ruft Plug-In Hybride zurück

Auch Volvo: Rückruf wegen der HochvoltbatterieHochvoltbatterie Eine Hochvoltbatterie ist eine Batterieeinheit, die aus verschiedenen Modulen, z.B. a 12 Volt besteht, die so geschaltet sind, dass die die jeweils zugeschaltete Voltzahl addiert. Nur so können z.B. Elektromotoren in Autos mit der erforderlichen Leistung versorgt werden

Auch Volvo muss seinen Kunden empfehlen, die beliebten PlugIn-Hybriden nicht mehr zu laden, um die Brandgefahr einzuschränken.

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Udo Schmallenberg

Journalist

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Volvo ist bekannt für seine hochwertigen Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEVs), die unter der „Recharge“-Linie laufen und Modelle wie den XC60, XC90, V60, S60 und S90 umfassen. Diese Fahrzeuge kombinieren Elektro- und Verbrennungsmotoren für Effizienz und Leistung. Doch es gibt eine aktuelle Rückrufaktion, die einige dieser Modelle betrifft.

Aktuelle Rückrufaktion (Stand April 2025)

Am 28. März 2025 wurde eine Rückrufaktion für weltweit etwa 73.000 Volvo Plug-in-Hybrid-Modelle gestartet. In Deutschland sind 4.825 Fahrzeuge betroffen. Die Modelle S60, V60, S90, V90, XC60 und XC90 aus den Baujahren 2020 bis 2022 stehen im Fokus. Der Grund: Ein möglicher Fertigungsfehler in den Batterien von LG, die zwischen Juni 2019 und November 2021 produziert wurden. Dieser Fehler kann zu einem internen Kurzschluss führen, was ein erhöhtes Brandrisiko birgt, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bestätigt.

Maßnahmen und KBA-Rückruf: Volvo ruft die Fahrzeuge zurück, um die Batterien zu überprüfen und gegebenenfalls auszutauschen. Bis zur Reparatur bittet Volvo die Halter, die Fahrzeuge nicht an Steckdosen oder Ladesäulen aufzuladen, um das Risiko zu minimieren. In den USA betrifft der Rückruf 7.483 Fahrzeuge (NHTSA), in Schweden etwa 8.000. In Deutschland sind 4.825 Fahrzeuge betroffen, und es gibt einen Rückruf, der vom KBA überwacht wird. Das KBA hat die Aktion registriert und stellt sicher, dass die betroffenen Fahrzeughalter informiert werden. In den kommenden Wochen werden die Halter in Deutschland per Post vom KBA angeschrieben und aufgefordert, eine Volvo-Werkstatt aufzusuchen. Der Rückruf ist in der KBA-Rückrufdatenbank noch nicht vollständig gelistet (Stand Ende März 2025), aber die Maßnahme läuft offiziell an, und Volvo arbeitet mit dem KBA zusammen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Der ADAC bietet zusätzliche Informationen zu den Rechten der Betroffenen bei Rückrufaktionen. Volvo hat bisher keine genaue Angabe gemacht, wie lange das Aufladeverbot dauern könnte. Es hängt davon ab, wie schnell die betroffenen Fahrzeuge in Werkstätten überprüft und repariert werden können, was wiederum von der Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Werkstattkapazitäten abhängt.

Technologie und Antrieb

Abseits der Rückrufaktion bieten Volvo PHEVs wie der XC60 T8 Recharge eine Systemleistung von bis zu 455 PS, mit einem Elektromotor an der Hinterachse und einem Benzinmotor vorn. Die elektrische Reichweite liegt je nach Modell bei 50–92 km (WLTP). Das Laden dauert an einer Wallbox mit 6,4 kW etwa 3 Stunden. Mehr zur Technik von Hybridfahrzeugen findest du in unserem Artikel über Hybridantriebe auf motorschaden.de.

Fahrmodi

Volvo PHEVs bieten verschiedene Fahrmodi, die Flexibilität ermöglichen:

  • Pure-Modus: Rein elektrisches Fahren, emissionsfrei und leise – ideal für Kurzstrecken.
  • Hybrid-Modus: Kombination aus Elektro- und Benzinmotor für optimale Effizienz und Reichweite.
  • Power-Modus: Maximale Leistung durch Zusammenarbeit beider Motoren, für sportliches Fahren.
  • AWD-Modus: Verbesserte Traktion auf schwierigem Untergrund.

Laden und Reichweite

Die Batterie kann an einer Haushaltssteckdose oder einer Wallbox geladen werden. Mit einem 6,4-kW-Onboard-Ladegerät (bei neueren Modellen) dauert das Laden etwa 3 Stunden an einer entsprechend leistungsstarken Wallbox. Volvo empfiehlt eine eigene Wallbox für schnelleres und effizienteres Laden. Die elektrische Reichweite hängt vom Modell ab – der XC90 T8 Recharge schafft beispielsweise bis zu 71 km, während der V60 T6 Recharge bis zu 92 km erreichen kann.

Design und Komfort

Wie bei allen Volvo-Fahrzeugen stehen Sicherheit, skandinavisches Design und hochwertige Materialien im Vordergrund. Die Innenräume sind luxuriös, mit Features wie Google-Integration (Google Maps, Assistant, Play Store) und fortschrittlichen Assistenzsystemen. Modelle wie der XC90 bieten Platz für bis zu sieben Personen, während der V60 als Kombi praktischen Stauraum mit Hybridtechnologie verbindet.

Nachhaltigkeit

Volvo hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 vollständig auf Elektrofahrzeuge umzusteigen. Die Plug-in-Hybride sind ein Übergangsschritt, der es ermöglicht, emissionsfrei zu fahren, ohne auf die Flexibilität eines Verbrennungsmotors zu verzichten. Durch regenerative Bremsung wird zudem Energie zurückgewonnen, was die Effizienz steigert. Allerdings stehen Rückrufe wie die aktuelle Aktion mit 73.000 betroffenen Fahrzeugen weltweit, darunter 4.825 in Deutschland, dem Qualitätsversprechen von Volvo entgegen. Solche Vorfälle werfen Fragen zur Zuverlässigkeit der Batterietechnologie auf und könnten das Vertrauen in die Marke als Vorreiter nachhaltiger Mobilität beeinträchtigen. Lies mehr über nachhaltige Mobilität in unserem Beitrag Elektromobilität auf motorschaden.de.

Praxisbeispiel

Der Volvo V60 Recharge ist ein beliebter Kombi für Familien. Mit einer elektrischen Reichweite von bis zu 92 km (WLTP) und einer Systemleistung von 350 PS (T6) oder 455 PS (T8) bietet er eine Mischung aus Alltagstauglichkeit und Dynamik. Der Kraftstoffverbrauch liegt im Hybridmodus bei etwa 0,7–1,1 l/100 km plus 17–19 kWh/100 km Strom (je nach Modell und Fahrweise). Das Fahrzeug kann komplett elektrisch gefahren werden, was viele Nutzer dazu veranlasst hat, teure Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) und Wallboxen anzuschaffen, um unabhängig und nachhaltig zu laden. Durch die aktuelle Rückrufaktion, die das Laden verbietet, bis die Batterie geprüft ist, stehen viele dieser Nutzer nun vor großen finanziellen Einbußen, da ihre Investitionen in PV-Anlagen und Ladeinfrastruktur vorerst ungenutzt bleiben. Ein Reichweitenverlust von 60 km, der durch den erzwungenen Einsatz des Benzinmotors entsteht, verursacht bei einem Verbrauch von etwa 7,5 l/100 km und einem Benzinpreis von 1,75 €/Liter zusätzliche Kosten von etwa 7,88 € pro Fahrt. Wäre der Strom durch eine PV-Anlage kostenlos, wären diese 7,88 € direkte Mehrkosten, da die elektrische Reichweite ansonsten ohne zusätzliche Ausgaben gedeckt wäre. BILD berichtet über die Frustration betroffener Fahrer, während Foren wie motortalk.de Diskussionen über die Auswirkungen solcher Rückrufe auf den Alltag führen. Erfahre mehr über die Kosten eines Motorschadens bei Hybriden in unserem Artikel Motorschaden Kosten auf motorschaden.de.

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