Kapitaler Motorschaden

Porsche Motorschaden Schadenersatz

Darum geht es

Kolbenfresser, Zwischenwelle, SimmeringSimmering Ein Simmerring ist eine verstärkte Gummidichtung, die bewegliche Teile gegeneinander abdichtet. Ein bekanntes Bauteil ist der sogenannte Krbelwellensimmering, der ölführende Motorbereiche gegen "trockene" Bereiche hin abdichtet.

Alptraumschaden beim Traumwagen? – Wir helfen…

Immer wenn moderne Fahrzeugmotoren viel zu früh ihr hochtouriges Leben aushauchen sind wir zur Stelle um zu fragen: “Warum ist denn das jetzt passiert?” und vor allem: “Wer ist schuld und wer trägt die Kosten?”

Udo Schmallenberg

Udo Schmallenberg

Journalist

Jetzt anrufen

0800 000 1961

 

Ein Motorschaden ist für Porsche Besitzer alles andere als ein Luxusproblem, denn angesichts von Werkstattkosten und Maerialaufwand kann ein Motorschaden bei einem Porsche besonders ärgerlich werden. Sollte ein Motorschaden deutlich unterhalb von 160.000 Kilometern einstellern, können Porschebesitzer die Möglichkeit einer Kostenbeteiligung durch den Hersteller ins Auge fassen. Unabhägig von Garantie oder Gewährleistung sollte ein Motor bei sachgemäßem Umgang die genannten 160.000 Kilometer schadlos überstehen. Um Schadenersatz erfolgreich einzufordern, sollen Betroffene einige wichtige Dinge beachten

Notwendige Inspektionen und angemessener Umgang

Inspektionen werden heute entweder elektronisch dokumentiert oder klassisch im Inspektionsheft festgehalten. Um Schadenersatzansprüche nach einem Motorschaden durchsetzen zu können, müssen die Inspektionen plangemäß von einer dafür zugelassenen Werkstatt durchgeführt werden – idealerweise natüprlich von den techikern eines Porsche-Stützpunktes. Der angemessene Umgang bezieht sich auf die Fahrweise und die Einhaltung allgemeiner Regeln. wer seinen Porsche regelmäßig auf der rennstrecke, im gelände oder auf freien Autobahnabschnitten übersportlich bewegt, verliert jeden Anspruch – ausgenommen sind auch hier natürlich Schäden, die auf Konstruktionsfehler zurücktzuführen sind. Da sportwagen wie Porsche von einer entsprechenden Zielgruppe gekauft werden, ist ein allgemei gehaltener “Sportlicher Ungang” zulässig. Allgemeine regelln bezooehen sich z.B. auf die mögliche Vermeidung von Überhitzungen, moderatem Fahren im Kaltstartmodus und die Verqwendung empfohlener Kraftst- und Schmierstoffe.

Auslöser von kapitalen Motorschäden bei Porsche

Probleme mit Kolben gehören zu den Standard-Leiden von Porsche Modellen mit Verbrennermotor. Falls der Motor nach Schadenseintritt noch laufen, macht sich der Schaden durch deutliche Geräuschentwicklung bemerkbar. Kolbenfresser oder sogenannte Kolbenkipper gelten zwar nicht als kapitale Motorschäden, weil die Grenze der Wirtschaftlichkeit selten übertreten wird, trotzdem handelt es sich um einen großen Schaden.

Grundsätzlich sind Kolbenkipper oder -fresser bei Laufleistungen unter 160.000 km auf einen Konstruktionsfehler zurückzuführen. Porsche-Zylinder verformen sich minimal und in einer Weise, die entweder durch zu großes Spiel zum “Kippen” der Kolben führt oder bei Eintritt zu starker Reibung zum Kolbenfresser.

Eine weitere Schwachstelle ist die sogenannte Zwischenwelle, die maßgeblich am Antrieb der Nockenwellen beteiligt ist. Bei Bruch dieses Bauteils verliert der Motor massiv an Leistung. Der Wellenbruch ist kostentechnisch kein großes Problem, allerdings richten die geborstenen Teilstücke der Welle im Zylinderkopf oft unvermeidbar große Schäden an. Problematisch ist auch, dass bei einem möglichen Riss der Steuerkette eine weitere Kettenreaktion eintritt, die zum kompletten Motorschaden führen kann. Bekannt für diesen Mangel ist insbesondere der 996

Bei Motoren der Reihen M96/M97 Motoren treten regelmäßig Probleme mit der Zwischenwelle auf, die nachfolgend produzierten Motoren kommen ohne dieses anfällige Bauteil aus.

Da bei den Nachfolger-Modellen keine Zwischenwelle mehr verbaut ist, treten bei diesen die Probleme nicht mehr auf.

Die genannten Motoren leider auch unter erheblichen Ölverlusten, meist ausgelöst durch einen defekten Simmerring an der Kurbelwelle. Der Schaden ist ärgerlich, aber mit vertretbarem Aufwand zu regeln. Aus juristischer Sicht muss der Simmerring mindestens 160.000 Kilometer halten. Wenn nicht, hat der Porschebesitzer im Schadensfall Anspruch auf eine Kostenbeteiligung durch Porsche.

Statt Motorschaden - Rückruf für 1000 Porsche Cayman

Motorschaden Cayman 718

Im besten Fall werden Konstruktionsfehler oder Materialmängel entdeckt, bevor größerer Schaden angerichtet wird. Porsche musste im Frühjahr 2021  die Motoren der Topmodelle seiner Baureihe 718 nachbessern.

Die neuen Anforderungen an die Motorqualität traf vor allem noch nicht ausgelieferte Autos weltweit, sodass die stolzen Besitzer sich gedulden mussten. Im Rahmen des Werkstattaufenthaltes wurde die Verschraubung der Pleuellager verändert, bzw. optimiert, da ansonsten im Normalbetrieb kapitale Motorschäden drohen würden.

In diesem Fall reagierte der Hersteller schnell auf die Ergebnisse interner Qualitätskontrollen. Nicht bekannt ist, ob es bei schon ausgelieferten Fahrzeugen zu Motorschäden gekommen ist.

Betroffen waren die jeweils 400 PS starken Sechszylinder-Motoren im 718 Cayman GTS 4.0 und 718 Boxster GTS 4.0 sowie die 420 PS starken Sportversionen Cayman GT4 und Spyder.

Insgesamt ging es nach Unternehmensangaben um rund 1000 Autos, 200 davon sollen bereits ausgeliefert worden sein.

Rechnet sich das?

Aufgrund der hohen Wiederkaufspreise von Porsche-Modellen lohnt sich die Reparatur eines Motors eigentlich immer. Frage ist nur: Wer zahlt die Rechnung? Um einen möglichst großen Teil der Reparaturkosten auf den verantwortlichen Hersteller abzuwälzen, ist es nötig, die Ursachen des Schadens genau zu kennen. Dazu ist eine Begutachtung durch einen Sachverständigen unbedingt notwendig. Der Motor sollte auch erst dann repariert werden, wenn eine Begutachtung des Schadens vorgenommen wurde. Liegt eine Herstellerverantwortlichkeit vor, kann über das sogenannte Produkthaftungsrecht Schadenersatz gefordert werden. Abzüge sind nur im Rahmen des sogenannten Nutzungsentgelts möglich,. Dieses berechnet sich aus der Zahl der bislang mit dem Porsche gefahrenen Kilometer.

Porsche Schaden Kolbenfresser

Schadenersatz durchsetzen

Nach der Begutachtung sollte Porsche mit den Ergebnissen konfrontiert werden. In diesem sogenannten außergerichtlichen Verfahren ist dem Hersteller die Möglichkeit gegeben, ein Kulanzangebot zu machen. Gibt es keins und wird auch Ihr Vorschlag nicht angenommen, bleibt nur noch die Klage, die aufgrund des Streitwerts nur vor einem Landgericht mit Anwaltzwang verhandelt werden kann. Für die Kosten tritt die Rechtsschutzversicherung ein, in solchen Fällen auch die Verkehrsrechtsschutzversicherung.

Wenn die Rahmenbedingungen passen, lässt sich eine erhebliche Beteiligung von Porsche an den kompletten Kosten durchsetzen!
Anwalt kapitaler Motorschaden
Frederick Gisevius
Rechtsanwalt

Der erste Schritt: der Kontakt zu Leuten, die sich auskennen

Rechtsanwälte, Gutachter, Journalisten – das Thema befasst uns seit Jahren, aber erst in der Kooperation haben wir die Werkzeuge und Strategien entwickeln können, um wirklich spürbar Augenhöhe zwischen Autobesitzern und Herstellern zu schaffen. Sprechen Sie uns an auf Ihr Porsche-Thema. Wir helfen gern!

Informationen zum Porsche Motor M96

Der Porsche M96 Motor ist ein Sechs-Zylinder-Boxermotor, der in verschiedenen Porsche-Modellen verwendet wurde. Er debütierte 1996 und wurde bis in die späten 2000er Jahre eingesetzt, bevor er durch den M97 und später den MA1 Motor ersetzt wurde.

Hier sind einige wichtige Merkmale des M96 Motors:

  1. Hubraum und Leistung: Der M96 Motor wurde in verschiedenen Hubraumvarianten angeboten, darunter 2,5 Liter, 2,7 Liter, 3,2 Liter und 3,4 Liter. Die Leistung variierte je nach Modell und spezifischer Konfiguration, aber sie lag oft zwischen etwa 200 PS und über 300 PS in Hochleistungsvarianten wie dem Porsche 911 GT3.

  2. Boxermotor-Design: Wie bei den meisten Porsche-Motoren ist der M96 ein Boxermotor, bei dem die Zylinder in horizontal gegenüberliegenden Paaren angeordnet sind. Dieses Design sorgt für eine niedrige Schwerpunktlage und verbessert die Fahrstabilität.

  3. Wassergekühlt: Im Gegensatz zu einigen älteren Porsche-Modellen, die luftgekühlte Motoren hatten, ist der M96 wassergekühlt. Diese Kühlung verbessert die Leistung und Zuverlässigkeit des Motors, insbesondere bei anspruchsvollen Fahrbedingungen.

  4. Verwendung: Der M96 Motor wurde in verschiedenen Porsche-Modellen eingesetzt, darunter der Porsche Boxster, der Porsche 911 Carrera und einige Varianten des Porsche Cayman.

  5. Probleme und Zuverlässigkeit: Obwohl der M96 Motor viele Lobpreisungen erhielt, hatte er auch einige bekannte Zuverlässigkeitsprobleme, insbesondere mit dem IMS (Intermediate Shaft Bearing) Lager, das zu Motorschäden führen konnte. Dies führte zu einigen Rückrufen und Verbesserungen in späteren Modellen.

Informationen zum Porsche M97 Motor

Der Porsche M97 Motor ist ein Sechszylinder-Boxermotor, der von Porsche als Weiterentwicklung des M96 Motors entwickelt wurde. Er wurde erstmals im Jahr 2004 im Porsche 911 Carrera (Typ 997) eingeführt und ersetzte den M96 Motor in diesem Modell.

Hier sind einige wichtige Merkmale des M97 Motors:

  1. Verbesserungen gegenüber dem M96: Der M97 Motor wurde entwickelt, um einige der Zuverlässigkeitsprobleme zu adressieren, die beim M96 Motor auftraten, insbesondere Probleme im Zusammenhang mit dem IMS (Intermediate Shaft Bearing) Lager. Porsche implementierte verschiedene technische Verbesserungen, um die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit des Motors zu erhöhen.

  2. Hubraum und Leistung: Wie sein Vorgänger wurde auch der M97 Motor in verschiedenen Hubraumvarianten angeboten, einschließlich 3,6 Liter und 3,8 Liter. Die Leistung variierte je nach Modell und Ausstattung, aber typischerweise bot der M97 Motor eine verbesserte Leistung im Vergleich zum M96.

  3. Wassergekühlt und Boxermotor-Design: Der M97 Motor behielt das wassergekühlte Boxermotor-Design bei, das charakteristisch für Porsche ist. Diese Konfiguration trägt zur ausgeglichenen Gewichtsverteilung und den erstklassigen Handlingeigenschaften der Porsche-Fahrzeuge bei.

  4. Verwendung: Der M97 Motor wurde hauptsächlich im Porsche 911 Carrera der Baureihe 997 eingesetzt. Dieses Modell wurde für seine herausragende Leistung und sein präzises Handling gelobt, das zum Teil auf den M97 Motor zurückzuführen ist.

  5. Weitere Entwicklung: Nach dem M97 folgten weitere Entwicklungen in der Porsche-Motorenpalette, einschließlich des MA1 Motors, der im Porsche 911 Carrera der Baureihe 991 eingeführt wurde.

Eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert