Rückruf Ford Ranger - Motorschaden droht
Konstruktionsfehler in der Ölversorgung
Ford ruft weltweit 20.000 Ranger der Baujahre 2022 bis 2023 zurück. In Deutschland sind über 3000 Diesel-Pickups mit der 2 Liter-Maschine vom Rückruf betroffen. Um Motorschäden zu vermeiden, muss die Ölversorgung optimiert werden. Ein weiterer Rückruf betrifft den 3 Liter-Diesel mit der Bezeichnung “Lion” aus den Baujahren 2023 bis 2025 – hier geht es um 1134 Autos.
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Udo Schmallenberg
Journalist
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Ford Ranger Rückruf ist verpflichtend
Ford hat einen groß angelegten Rückruf für den beliebten Pick-up Ranger gestartet, der sich auf schwerwiegende Motorprobleme konzentriert. Weltweit sind über 20.000 Fahrzeuge betroffen, davon 3.178 in Deutschland. Der Rückruf betrifft Modelle mit dem 2,0-Liter-EcoBlue-Dieselmotor, die zwischen 2022 und 2023 produziert wurden. Grund für die Maßnahme ist ein Produktionsfehler, der den Ölfluss im Motor blockieren und zu schweren Schäden, einschließlich eines möglichen Kolbenfressers, führen kann.
Ursache des Problems
Bei der Herstellung der betroffenen Motoren kam es laut Ford zu einer unzureichenden Reinigung des Kurbelgehäuses. Winzige Metall- oder Bearbeitungsrückstände können im Ölkreislauf verbleiben und Ölkanäle, Filter oder Lagerstellen verstopfen. Dies führt zu mangelnder Schmierung, überhitzten Bauteilen und im schlimmsten Fall zu einem irreparablen Motorschaden. Besonders heikel: Der Schaden entwickelt sich oft schleichend, ohne dass Fahrer sofort Symptome bemerken.
Ein weiterer Rückruf betrifft 3.910 Ranger mit dem 3,0-Liter-V6-Dieselmotor „Lion“, die zwischen Januar 2023 und März 2025 gebaut wurden. Hier können gebrochene Nockenwellenräder zu Vibrationen, Leistungsverlust oder einem plötzlichen Motorstillstand führen. In Deutschland sind davon 1.134 Fahrzeuge betroffen.
Maßnahmen und Empfehlungen
Ford hat umgehend reagiert und ruft die betroffenen Fahrzeuge freiwillig zurück. In autorisierten Werkstätten wird das Kurbelgehäuse der 2,0-Liter-Motoren überprüft und bei Bedarf gereinigt. Für die 3,0-Liter-Motoren werden die Nockenwellenräder kontrolliert und bei fehlerhaften Chargen ausgetauscht. Beide Eingriffe sind für die Fahrzeughalter kostenfrei.
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht die Aktionen unter den Referenznummern „15405R“ (3,0-Liter-Motor, interner Ford-Code „25S39“) und betreut die Umsetzung. Betroffene Kunden werden schriftlich informiert und aufgefordert, zeitnah einen Werkstatttermin zu vereinbaren. Ford betont, dass auch symptomfreie Fahrzeuge überprüft werden sollten, um Schäden zu vermeiden.
Bedeutung für Fahrer
Der Ford Ranger ist in Deutschland der Marktführer im Pick-up-Segment mit einem Marktanteil von rund 54 % im Jahr 2024. Die aktuellen Rückrufe könnten das Vertrauen in die Robustheit des Modells beeinträchtigen. Experten raten Fahrern, die Rückrufaktion ernst zu nehmen, da ein Motorschaden nicht nur kostspielig, sondern auch gefährlich sein kann, insbesondere bei plötzlichem Leistungsverlust während der Fahrt.
Betroffene können sich an die Ford-Hotline unter 0221/99992999 wenden oder auf der Website www.ford.de/hilfe/rückrufe die Fahrgestellnummer (FIN) ihres Fahrzeugs prüfen, um zu klären, ob ihr Ranger betroffen ist.
Fazit
Die Rückrufaktion zeigt, wie sensibel moderne Dieselmotoren auf Produktionsfehler reagieren können. Ford handelt verantwortungsvoll, indem es die Probleme proaktiv angeht. Dennoch sollten Besitzer betroffener Ranger-Modelle schnell handeln, um Risiken zu minimieren und die Langlebigkeit ihres Fahrzeugs zu sichern.
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Hilfe zu Rückruf und Motorschaden
Wir empfehlen, den Rückruf zeitnah durchführen zu lassen. Sollte es im Nachgang trotzdem zu Motorschäden kommen oder wenn Sie den Eindruck haben, dass der Konstruktionsfehler bereits Schäden verursacht hat und Ihnen steht Schadenersatz zu, dann sollten Sie zeitnah Kontakt mit uns aufnehmen – insbesondere dann, wenn es schon zu einem Motorschaden gekommen ist. Rechtsanwalt Gisevius: “Fehler in der Ölversorgung sind immer problematisch und können gerade auf den ersten Kilometern eines Autos nachhaltig negative Auswirkungen haben!”
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FAQ zum Thema Motorschaden
Ein Motorschaden ist ein vergangenes, aktuelles und zukünftiges Schadensereignis, das einen Verbrennermotor oder die Antriebseinheit eines E-Autos außer Betrieb setzt oder die Nutzung zumindest teilweise erheblich behindert. Dabei unterscheiden wir zwischen Motorschäden innerhalb und außerhalb der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Autos und konzentrieren uns auf Schäden, die zwischen 0 und 160.000 Kilometern eintreten.
Autos müssen wenigstens 160-.000 km Laufleistung erreichen. Dieser wert ist ergebnis eines Prozesses und als Grenzwert in ie juristische Bewertung relevant geworden. Über 160.000 km steigt die Gefahr eines wirtschaftlichen Totalschadens, da eine Reparatur nicht lohnt. Der Motorschaden wird dann nicht mehr voll umfänglich für die Schadensberechnung herangezogen, da auch weitere Bauteile aufgrund der vorherigen Nutzung nicht mehr lange halten sollten.
Wir sind Journalisten (Recherche), Rechtsanwälte (Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen) und Gutachter (Beweissicherung, Feststellung von Schadensursachen). Sie sprechen uns an und wir klären, ob jemand für den eingetretenen Schaden verantwortlich gemacht werden kann.


