Wohin bei Schaden an der HochvoltbatterieHochvoltbatterie Eine Hochvoltbatterie ist eine Batterieeinheit, die aus verschiedenen Modulen, z.B. a 12 Volt besteht, die so geschaltet sind, dass die die jeweils zugeschaltete Voltzahl addiert. Nur so können z.B. Elektromotoren in Autos mit der erforderlichen Leistung versorgt werden
E-Autos auf Werkstattsuche
Gerade E-Auto-Besitzer, die ihr Fahrzeug gebraucht gekauft haben stecken bei Problemen mit der Hochvoltbatterie in der Klemme, denn die Werkstatt in der Nachbarschaft darf da nichts reparieren, oft sogar selbst dann nicht, wenn es sich um eine Vertragswerkstatt handelt.
Darum geht es in diesem Artikel:
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Udo Schmallenberg
Journalist
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Wenn z.B. Citroën E-Méhari nicht mehr lädt und die Werkstatt nicht weiter weiß, liegt das meist an der speziellen LMP-Batterie (Lithium-Metall-Polymer) oder dem Onboard-Ladegerät (OBC). Der E-Méhari ist technisch eng mit dem Bolloré Bluecar verwandt und hat sehr spezifische Eigenschaften, die viele Standardwerkstätten überfordern. Die nachfolgenden Zeilen betreffen aber auch andere Voll-Stromer, insbesondere Modelle der Stellantis-Familie.
Das “Tiefschlaf”-Problem der LMP-Batterie
Die LMP-Batterie muss zwingend auf einer konstanten Betriebstemperatur gehalten werden. Die Gefahr: Wenn das Auto längere Zeit (oft schon nach 48 Stunden) nicht am Strom angeschlossen ist, kühlt der Akku ab und entlädt sich tief. Fällt die Batterie unter einen kritischen Wert, sperrt sich das System aus Sicherheitsgründen und lässt sich mit normalen Ladestationen nicht mehr reaktivieren. Lösung: Das Auto benötigt oft eine spezielle „Notladung“ oder Initialisierung durch einen absoluten Spezialisten oder direkten Vertragspartner, der sich mit der Bluecar/E-Méhari-Technik auskennt.
Defektes Onboard-Ladegerät (OBC)
Wie bei vielen Elektrofahrzeugen des Stellantis-Konzerns (zu dem Citroën gehört) ist das verbaute Ladegerät im Auto eine bekannte Fehlerquelle. Wenn dieses Bauteil defekt ist, kommuniziert das Auto nicht mehr korrekt mit der Ladesäule.
Die Sackgasse: Viele Werkstätten können den Fehler nicht beheben, weil sie das gesamte Hochvoltsystem (HV-System) meiden müssen, wenn sie nicht speziell dafür zertifiziert sind.Lösung: Suchen Sie eine auf E-Fahrzeuge spezialisierte Werkstatt auf oder einen Betrieb, der den Onboard-Charger gezielt reparieren kann, anstatt ihn für viel Geld komplett auszutauschen.
Was Sie selbst noch prüfen können
Bevor das Auto verschrottet wird, sollten Sie folgende Punkte abklären:
Die 12V-Batterie: Viele E-Autos verweigern den Ladevorgang des Hauptakkus, wenn die kleine 12-Volt-Starterbatterie leer oder defekt ist. Ein Test oder Austausch der 12V-Batterie wirkt oft Wunder.
Lade-Equipment: Versuchen Sie zwingend, das Auto an einer ganz normalen Haushaltssteckdose (Schuko) mit dem Notladekabel zu laden, anstatt an einer öffentlichen Wallbox oder einem Schnelllader.
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Nächste Schritte & Spezialisten
Da es sich beim E-Mehari von Citroen um ein Nischen-Elektroauto handelt, sind die Vertragswerkstätten oft überfragt. Halten Sie Rücksprache mit der Citroën-Kundenbetreuung, um einen offiziellen ZE-Stützpunkt (Zero Emission) oder einen Händler zu finden, der für den E-Méhari geschult ist
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Dr. Dipl. Ing. Frank Will, MBA, ist CEO von Ino8 Pty Ltd und verfügt über 35 Jahre Erfahrung in der Automobilindustrie sowie in der Motorenentwicklung und -erprobung, darunter 18 Jahre bei der Ford Motor Company und 5 Jahre an der Deakin University, bevor er Ino8 gründete.
In den USA, Europa, Japan, China und Indien hält er über 20 erteilte Patente. Eine seiner Erfindungen ist ein Wärmemanagementsystem, das den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen von Fahrzeugen um über 8 % reduziert. Teile des Systems wurden schon von 10 Automobilherstellern implementiert.
Er wurde in verschiedenen Ländern mit 15 Preisen geehrt, ist Fellow der Society of Automotive Engineers Australasia (SAE-A) und wurde von mehreren Gerichten als Sachverständiger bestellt, wie bspw. zu einem Verfahren, in dem es um den Kraftstoffverbrauch eines modernen Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeugs (PHEV).


