Kapitaler Motorschaden

Trotz Rückruf – Motorschäden am Ford Ranger

Ford Ranger 3.0 6V - Steuerkettenrad und Bosch-Pumpe CP4.2

20.000 Ranger nach 25S39-Rückruf – Weiter Motorschadendenmeldungen

Updates und Rückrufe bringen ein System nicht immer zu 100 % in Ordnung. Beim Ford Ranger-Diesel  3,0 6V scheint die Gefahr noch nicht ganz gebannt zu sein.

Wir begleiten Massenschadensfälle seit über 10 Jahren.

Udo Schmallenberg

Journalist

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Die Häufung der Motorschäden beim 3,0-Liter-V6-Diesel des Ford Ranger (Modelljahre 2022 bis 2025) liegt primär an einem Herstellungsfehler an den Kettenrädern der Nockenwellen. Ford startete deshalb einen weltweiten Rückruf, da ein Bruch dieser Bauteile zu plötzlichem Leistungsverlust, abruptem Motorstillstand und schweren Folgeschäden führt.

Hauptursache: Gebrochene Nockenwellenräder

Betroffene Modelle: Ford Ranger und Everest mit dem 3,0-Liter-V6-Turbodieselmotor („Lion-V6“) aus den Produktionsjahren 2022 bis 2025.
Das Problem: Aufgrund eines Herstellungsfehlers können die Nockenwellenräder (auf der linken oder rechten Motorseite) brechen.
Die Konsequenz: Dies führt zu starken Vibrationen, Leistungsverlust und im schlimmsten Fall zu einem plötzlichen Abwürgen oder Totalausfall des Motors während der Fahrt.
Maßnahme: Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht den Rückruf (interner Herstellercode 25S39). Betroffene Nockenwellenräder werden in Vertragswerkstätten auf beiden Seiten kostenlos ausgetauscht.

BOSCH Ölpumpe im Fokus

Abgesehen von dem bekannten Produktionsfehler gibt es weitere Schwachstellen, die bei diesem Motor (oft erst bei höherer Laufleistung) zu Ausfällen führen können:
Hochdruckpumpe (Bosch CP4.2): Ein Ausfall der Hochdruck-Kraftstoffpumpe kann zu Spänebildung im Kraftstoffsystem und teuren Folgeschäden führen.
Ölverdünnung: Durch viele Kurzstreckenfahrten regeneriert der Dieselpartikelfilter (DPF) oft nicht vollständig. Der dabei in den Ölkreislauf gelangende Kraftstoff verdünnt das Motoröl, was die Schmierfähigkeit herabsetzt und den Verschleiß massiv erhöht. 

Ist der 3,0-Liter-V6-EcoBoost (Benziner) betroffen?

Der 3,0-Liter-V6-EcoBoost-Benziner, der beispielsweise im Ranger Raptor zum Einsatz kommt, ist von dem Rückruf der Nockenwellenräder nicht betroffen. Ausfälle bei diesem Modell sind verhältnismäßig selten und hängen eher mit individuellen Faktoren, wie etwa der Ladedruckregelung oder der allgemeinen Wartung, zusammen. 
Empfehlungen für Fahrzeughalter

Wenn Sie einen Ford Ranger mit dem 3.0L V6 Diesel besitzen, sollten Sie prüfen, ob Ihr Fahrzeug zu den betroffenen Chargen gehört. Sie können dies über die Fahrgestellnummer bei einem Ford-Vertragspartner oder über das KBA in Erfahrung bringen.Bereits in der Vergangenheit hat sich die redaktion von motorschaden.de dieses Themas angenommen:

Rückruf der LION-V6 Modelle Code 25S39

 

 

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    Juristische Möglichkeiten

    Wenn ein Ranger – mit oder ohne Rückruf – einen Motorschaden erleidet, dann ist immer irgendwo die nicht optimal arbeitende Ölpumpe das Problem. Diese Ölpumpe hätte Bosch so nicht konstruieren und Ford nicht so verwenden dürfen. Daraus erwächst für von einem Motorschaden betroffene Ranger-Besitzer unter Umständen und abhängig von einer gutachterlichen Prüfung in Schadensersatzanspruch, den erfahrene Rechtsanwälte wie der Stuttgarter Öltod-Experte Frederik Gisevius von www.oeltod-anwalt.de durchsetzen können.

    Was passiert beim Rückruf in der Werkstatt?

    Beim Rückruf 25S39 (überwacht durch das Kraftfahrt-Bundesamt) wird bei betroffenen Ford Ranger-Modellen mit 3,0-Liter-V6-Dieselmotor das Nockenwellenritzel auf Materialfehler geprüft.

    Materialhärtungsprobleme können zu einem Bruch der Nockenwellenräder führen. Ein gebrochenes Zahnrad kann zu einem sofortigen, unangekündigten Motorstillstand und damit zu gefährlichem Antriebsverlust während der Fahrt führen. In der Ford-Werkstatt werden die Nockenwellenräder (meist beidseitig) genauestens überprüft. Bei festgestellten Materialmängeln oder Schäden werden diese Nockenwellenräder ausgetauscht.

    Ölpumpe oder Nockenwellenrad

    Nach einem Motorschaden sollte gutachterlich geklärt  werden, welches Ereignis letztendlich die Schuld trägt. In direktem Zusammenhang stehen die jeweiligen Schadensauslöser nicht.

     

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    FAQ zum Thema Motorschaden

    Ein Motorschaden ist ein vergangenes, aktuelles und zukünftiges Schadensereignis, das einen Verbrennermotor oder die Antriebseinheit eines E-Autos außer Betrieb setzt oder die Nutzung zumindest teilweise erheblich behindert. Dabei unterscheiden wir zwischen Motorschäden innerhalb und außerhalb der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Autos und konzentrieren uns auf Schäden, die zwischen 0 und 160.000 Kilometern eintreten.

    Autos müssen wenigstens 160-.000 km Laufleistung erreichen. Dieser wert ist ergebnis eines Prozesses und als Grenzwert in ie juristische Bewertung relevant geworden. Über 160.000 km steigt die Gefahr eines wirtschaftlichen Totalschadens, da eine Reparatur nicht lohnt. Der Motorschaden wird dann nicht mehr voll umfänglich für die Schadensberechnung herangezogen, da auch weitere Bauteile aufgrund der vorherigen Nutzung nicht mehr lange halten sollten.

    Wir sind Journalisten (Recherche), Rechtsanwälte (Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen) und Gutachter (Beweissicherung, Feststellung von Schadensursachen). Sie sprechen uns an und wir klären, ob jemand für den eingetretenen Schaden verantwortlich gemacht werden kann.

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